Die Familienchronik der Linda-Sippe

Über 2500 Jahre hat sich diese altfriesische Familienchronik in der Sippe der Overa Linda / Over de Linden (»über den Linden«) bis auf die heutige Zeit erhalten, von Generation zu Generation weitergegeben. Sie ist das älteste Geschichtsbuch der Niederlande und Deutschlands: Die Ura-Linda-Chronik. In den Niederlanden, wo sie 1872 erstmals Dr. Jan Gerhardus Ottema ins Niederländische übersetzte, wurde sie Oera Linda Bok getauft. 1875 übersetzte Hermann Otto eine erste und zugleich recht unterhaltsame wie erkenntnisreiche Nacherzählung der Chronik eines damals anonymen Niederländers ins Deutsche. Nach den Recherchen der Universität von Chicago handelte es sich dabei um Anne Johan Vitringa.

Übersetzungen des Urtextes

Die erste direkte Übersetzung des Urtextes ins Deutsche leistete Herman Wirth im Jahre 1933 – leider mit vielen Kürzungen, dafür jedoch mit einer Fülle von bestätigenden Forschungsergebnissen. Die erste direkte und vollständige Übersetzung erbrachte Emil Sturm 1959, sein Schreibmaschinen-Manuskript von 1962 schaffte es jedoch leider nicht in den Buchdruck. Auch eine von Dr. Hans Schröder und Siegrid Schröder geplante Veröffentlichung Ende der 80er Jahre im Lühe-Verlag konnte leider nicht realisiert werden, der Übersetzungen und Kommentare zur Chronik in der Zeitschrift Lebenskunde vorausgingen.

Die erste direkte, vollständige und veröffentlichte Übersetzung ins Deutsche brachte uns ein waschechter Friese im Jahre 2013: Kapitän Harm Menkens, der nach 40-jähriger Forschungsarbeit mit dem Lühe-Verlag den mutigen Schritt der Wiederveröffentlichung der Chronik wagte und uns wertvolle Klarstellungen und Beweise an die Hand gegeben hat. Harm Menkens verstarb 2019 – und nun sind wir gefragt, dieses Erbe fortzuführen!

Die Anfeindungen seitens der etablierten Wissenschaft vor allem Dr. Ottema, Cornelis over de Linden und Herman Wirth gegenüber waren unvorstellbar gewaltig. Verständlich, stellt diese Chronik doch unsere von Ausländern – Griechen, Römer und Vatikan – geschriebene Geschichte völlig auf den Kopf. Um es mit den Worten Anne Johan Vitringas wiederzugeben:

»Ex oriente lux« ?

„Ja, es war allerdings etwas ganz Neues, daß Athen, daß Tyrus, daß Kreta, die Ionischen Inseln, und selbst die Ufer des Indus von den alten Friesen bewohnt gewesen sein sollen. Minos von Kreta ein gewisser Friese Minno, Wodan oder Odin ein Friesischer Seekönig, Minerva eine Burgmagd von Walcheren, beide in arglistiger Absicht von Fürsten und Priestern zu Gottheiten erhoben; Neptun niemand anders als ein mutiger friesischer Seefahrer, namens Neef Tünis …“

Doch ist das wirklich so unwirklich, wie es zunächst anmuten mag? Werfen wir doch einen Blick auf die ältesten Ausgrabungen, die für eine solche Hochkultur kennzeichnend sind. Hier zitieren wir den Geographiehistoriker Prof. Dr. Albert Herrmann:

„Zwar ist der Ursprung des Ackerbaus und der Haustierzucht noch in Dunkel gehüllt, aber es ist doch bedeutsam, daß der älteste Pflug – aus dem 4. Jahrtausend vor Chr. stammend – nicht in Mesopotamien, sondern in Ostfriesland ans Tageslicht trat, daß die erste Zähmung des Wildpferdes nicht in den Steppen der Mongolei, sondern an den Küsten der Nordsee erfolgte; ebenso ist der erste Streitwagen nicht in Mesopotamien, sondern wiederum an der Nordseeküste nachweisbar.“

Angesichts dieser Tatsachen wird uns langsam klar, daß das jahrtausendelang überlieferte Trugbild des »Ex oriente lux« (»Licht aus dem Osten«) nicht mehr haltbar ist:

„Ex oriente lux! Mit diesem Schlagwort hat man bisher alle höhere Kultur und Gesittung aus dem alten Orient ableiten wollen; Palästina, Ägypten und Babylonien gelten darum noch heute für manche als die Begründer der ältesten Kultur, die Phönizier als ihre ersten Vermittler zur europäischen Welt.“

His Royal Highness Grand Duke Friedrich Maik ® ™ 2024
Familienwappen ist markenrechtlich und urheberrechtlich geschützt
Namensrechte sind urheberrechtlich geschützt

Cookie-Einstellungen

Diese Internetseite verwendet Cookies, um die Funktionalität und den Inhalt zu optimieren. Durch die Nutzung unserer Website wird der Verwendung von Cookies zugestimmt. Weitere Informationen zu Cookies und der Verwendung Ihrer Daten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einstellungen